Brandenburg: Ausflugstip – die „Slawenburg Raddusch“

Der Spreewald hat so einige, interessante Dinge zu bieten. Das „Museumsdorf Lehde“ etwa oder eben die „Slawenburg Raddusch“. Hinter dem extrem archaisch wirkenden Äußeren dieses Bauwerkes verbirgt sich ein gut gemachtes und interessantes Museum für regionale Archäologie. 

DSCF0093_compressed800Dieses Museum ist schon von außen ein „Knaller“. Es wurde in der Form slawischer Rund-„Burgen“ aus frühmittelalterlicher Zeit errichtet und deutet so schon von außen an, was drinnen zu finden ist: Archäologische Funde aus der Region. Durch Sonderausstellungen wird die alleine bereits sehr interessante Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ zumeist noch weiter aufgewertet.

Im wahrsten Sinne des Wortes kann der Besucher hier einen „Rundgang“ zwischen den Exponaten machen, denn die Slawenburg ist, wie erwähnt, ein Rundbau. Diese Art der Fluchtburg für die Bevölkerung ist in der Niederlausitz typisch. Bis zu 40 ähnliche Burgen konnten hier für die Zeit vom 7. bis 10. Jahrhundert nachgewiesen werden.
In der Ausstellung sind regionale Funde von der Stein- bis zur Neuzeit zu sehen. Diese werden in den historischen Zusammenhang von Siedlungsmustern und -vorgängen dargestellt. Die umfangreichen Braunkohle-Abbaugebiete und die für deren Betrieb notwendigen Ausbaggerungen haben im Laufe der Zeit vielfältige Relikte der einstigen Bewohner der Niederlausitz wieder zutage gefördert. Und auch jetzt noch werden laufend neue Funde gemacht, die weitere Aufschlüsse insbesondere über die Zeiten der Vorschriftkulturen ermöglichen.

DSCF0103_compressed800Und die Slawenburg Raddusch steht „allein auf weiter Flur“ in der Landschaft und ist so schon von weitem gut zu sehen. Seit 2015 wird auch das umliegende Gelände weiter durchgestaltet, um den historischen Wandel des Lebens- und Naturraums plastisch nachvollziehbar zu machen. Ein Besuch lohnt also in jedem Falle zumal die Aussicht vom „Burgwall“ über die umliegende Landschaft auch interessant ist.

Adresse:

Slawenburg Raddusch
Zur Slawenburg 1
03226 Vetschau/Spreewald, OT Raddusch
Tel.: 035433 – 55522
Fax: 035433 – 55523
slawenburg-raddusch@spreewald.de

Anfahrt:

Mit dem PKW: Nutzen Sie die BAB 15 von oder nach Cottbus und nehmen Sie die Abahrt Vetschau, von da ab ist die Slawenburg ausgeschildert. Von der ehemaligen B115, jetzt L49 zwischen Lübben-Lübbenau-Cottbus führt gegenüber der Abzweigung Raddusch ein Abzweig zur Slawenburg Raddusch.

Mit dem Rad: Die Slawenburg ist in das ausgedehnte Radwegenetz im Süden Brandenburgs eingespannt und liegt unter anderem am Gurkenradweg und am Fürst-Pückler Radweg.

Auch ein „Rikscha-Service“ soll sommers vom Regionalbahnhof „Raddusch“ aus das Museum anfahren. Hab ich selbst noch nicht ausprobiert, klingt aber lustig.

Öffnungszeiten:

April – Oktober:
Täglich 10 – 18 Uhr

November – März:
Täglich 10 – 16 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene 6 €
Ermäßigt: 4,50 €
Kinder (6 – 16 Jahre): 3,50 €

Webauftritt (schon oben erwähnt, sei´s drum):

www.slawenburg-raddusch.de

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