Rückblick: Spandau im Regen – dennoch viel erlebt

Der Rundgang durch die Altstadt Spandau bietet demjenigen, der weiß, worauf er achten muss, einiges an interessanten Orten und interessanten Geschichten an. Kein Wunder, war dieser Berliner Stadtbezirk doch noch bis 1920 eine eigenständige Kommune in Brandenburg. 

Pünktlich zum Beginn unseres Stadtspaziergangs durch die Spandauer Altstadt begann es, heftig zu regnen. Der Wind fuhr in unsere Regenschirme und eine Kapuze war als Bekleidungsdetail durchaus nicht zu verachten. So kanns gehen, aber echte Berlin-Enthusiasten und Freunde der Lokalgeschichte lassen sich davon nicht abhalten.

DSCI0819_compressedSo gingen wir also aufmerksam der Frage nach: „Warum eigentlich ist Berlin kein Stadtbezirk von Spandau, sondern umgekehrt ?“ Darauf gibt es natürlich keine „einzig richtige“ Antwort, aber wer der Geschichte Spandaus als „Festungsstadt“, Garnison und Standort der preußischen Rüstungsindustrie nachgeht, bekommt zumindest eine Ahnung davon, warum Spandau nicht zumindest zur Hauptstadt Brandenburgs wurde. Ähnliche Überlegungen kann man übrigens auch zu anderen, erst 1920 eingemeindeten Bezirken wie Köpenick anstellen.

In Spandaus Altstadt treffen Geschichte und Geschichten so knüppeldick aufeinander, dass es für eine Stadtführung geradezu optimal ist. Standbilder, Fachwerkhäuser, Gedenktafeln „springen“ bei richtiger Routenwahl dem Besucher förmlich ins Gesicht.  Und wenn nicht ein massiver Bombenangriff im Jahre 1944 den Süden der Altstadt zu großen Teilen in Trümmer gelegt hätte, wären es sogar noch mehr.

DSCI0811_compressedSo verging also die Zeit schnell beim Rundgang durch die Altstadt, zwei Stunden waren rasch mit Geschichten von Kurfürsten, Baumeistern, skurrilen Ärzten, „Staatsfeinden“ und Knast-Ausbrechern, Revoluzzern und Loyalisten, Prinzen und Stadtkommandanten sowie engagierten Bürgermeistern gefüllt. Nachdem wir abschließend auch noch die ehemalige Heereswäscherei begutachtet hatten und die Frage klärten, warum dort gegenüber „Stufen ins Nichts“ führen, waren sogar fast drei Stunden vergangen. So kanns gehen.

Ehrlich gesagt, hat das trotz des beißenden Windes sogar so viel Spaß gemacht, dass ich vorhabe, diese Tour in der ein oder anderen Form in diesem Jahr noch einmal aufzulegen. Seien Sie dabei, wenn es soweit ist, Sie werden es kaum bereuen ! Außerdem ist ein Besuch der Zitadelle Spandau in den kommenden Monaten vorgesehen, bitte schauen Sie also immer bei meinen „Terminen“ vorbei ! Es könnte sich lohnen.

In diesem Sinne also,
hoffentlich bis bald !

ihr

Clemens Kurz

 

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