am „Herrentag“ durch Spandau – Radeln im Sonnenschein

Ja, ich weiß, liebe Leser, die „Spandau-Wochen“ nähern sich dem Ende. Der zunächst einmal vorletzte Termin in Berlins westlichstem Bezirk führte uns bei strahlendem Sonnenschein vom Spandauer Stadtforst zur Altstadt und zurück. Auf dem „Drahtesel“. Ein gelungener Ausflug an Christi Himmelfahrt.

Was bedeutete es für Spandau, einst eine „Festungsstadt“ gewesen zu sein ? Warum wurde die kleine, brandenburgische Stadt an der Havel besonders befestigt und geschützt ? Was passierte, als die Befestigungen fielen ? Fragen, auf die es dank lokalhistorischen Forschungen mittlerweile recht klare Antworten gibt. Und mit solchen Überlegungen als „roten Fäden“ kann man eine ebenso unterhaltsame, wie informative Radelei entlang des Hohenzollernrings und der Spandauer Oberhavel unternehmen.

DSCI0819_compressedAn einem Tag, der dank Sonnenschein und angenehmen Temperaturen von knapp über 20 Grad wie gemacht war für eine Radelei, fuhren wir ein wenig durch Spandau und machten dabei häufig Zwischenstopps, um auf bestimmte Gebäude oder Plätze aufmerksam zu machen. Wussten Sie z. Bsp. dass das NS-Regime auf unserer Route eine „Kaderschmiede“ für den Leitungsnachwuchs des „Dritten Reiches“ unterhielt ? Oder, dass Spandau seine Bevölkerungszahl innerhalb von nur einer Generation vervierfachte, als die Festungsbestimmungen gelockert und schließlich gelöst wurden ? Ist bekannt, dass die britische Siegermacht, die größte, katholische Kirche Spandaus abreißen lassen wollte ?

IMG_4192_compressedDer Tag „Christi Himmelfahrt“, seit Jahren als Gegengewicht zum „Muttertag“ auch „Vatertag“ oder „Herrentag“ genannt, hatte in jedem Falle viele Familien herausgelockt und wir begegneten immer wieder anderen Radlern, Ausflüglergruppen und konnten uns an der Havel an diversen Bootsauflüglern erfreuen. Ein leckeres, italienisches Eis in der Spandauer Altstadt kühlte uns  etwas herunter, bevor wir dann entlang des „Spandauer Sees“ wieder gen Hakenfelde fuhren.

In jedem Falle dauerte unser Ausflug länger, als ursprünglich geplant und mit entsprechend rauher Kehle vom vielen Erzählen kam ich wieder nach Hause und stellte meinen Drahtesel in seinen Kellerverschlag. Solche Touren mache ich immer gerne. Vielleicht begleiten Sie mich ja beim nächsten Mal ? 🙂

In diesem Sinne vielleicht bis bald,

ihr

Clemens Kurz

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Ein Kommentar zu “am „Herrentag“ durch Spandau – Radeln im Sonnenschein”

  1. Ich danke dem Tourenführer für die unterhaltsame und informative Radelei durch Spandau an dem Herrentag. Sein Erzählen ließ mich die altbekannten Plätze, Denkmale und Gebäude von anderer Perspektive sehen. Der Gesichtspunkt des gebürtigen Spandauer zeigte mir die historische Seite unseres scheinbar nicht bemerkenswerten Bezirks. Es lohnt sich, statt oberflächliche Bekanntschaft mit angepriesenen Objekten in weiten und teuren Reisen zu machen, etwas genauer unsere nähere Umgebung anzusehen, um zu entdecken, dass sie auch interessante Informationen die Geschichte betreffend enthält.

    Reinhold

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