Ausflugstip: die Zitadelle Spandau

Jeder Bezirk Berlins hat seine eigenen „Markenzeichen“. Für Spandau mag das der Juliusturm in der Zitadelle Spandau sein. Sportvereine und diverse, andere lokale Institutionen benutzen sein Abbild, um sich als echt „spandauerisch“ zu kennzeichnen. Was steckt also hinter dieser Wasserfestung ?

Auch die Außenbezirke Berlins haben ihre einzigartigen Seiten. Manche, ganz einzigartige Sehenswürdigkeit der Stadt findet sich mal nicht im Bezirk Mitte oder in Friedrichshain-Kreuzberg, das ist mal sicher. Von Köpenick über Pankow bis Reinickendorf oder eben Spandau kann der Besucher, der etwas mehr Neugier und vor allem etwas mehr Zeit mitbringt, sich von Orten und Geschichten fesseln lassen, die ein Besucher, der sich „nur“ zwischen Großem Stern und Alexanderplatz bewegt, nie erleben wird.

DSCI1434_compressedIm „Havelbezirk“ Spandau finden wir so z. Bsp. die „Zitadelle“, eine Wasserfestung aus dem späten 16. Jahrhundert. Sie verdankt ihre Existenz dem Sicherheitsbedürfnis zweier Kurfürsten und ihr Bau verschliss ebenfalls die Nerven zweier, italienischer Baumeister. Im Laufe der Geschichte Brandenburgs diente sie als Zuflucht der Hofgesellschaft, Staatsgefängnis, Aufbewahrungsort des „Reichskriegsschatzes“ und Laboratorium für Kampfgase.  Viel gäbe es z. Bsp. über ihre Rolle in den Befreiungskriegen zu sagen.

Heute ist die Zitadelle Spandau vor allem ein Ort der Kultur, an dem sich auch Dinge anfinden, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Wenn etwa unter der sog. „Westkurtine“ die mittelalterlichen „Wurzeln“ diese Bauwerks sichtbar gemacht werden, oder im „Haus 4“ der „Fledermauskeller“ Besucher erwartet, dann hätte man dies nicht unbedingt erwartet. Ansonsten ist auf dem alten Gemäuer immer besonders viel los, wenn mal wieder Sonderveranstaltungen den Innenhof „erobern“.

die "italienischen Höfe" auf der Spandauer Zitadelle
die „italienischen Höfe“ auf der Spandauer Zitadelle

„Mittelalterfeste“ oder Konzerte locken dann die Besucher von nah und fern nach Spandau. Die neben der Zitadelle gelegene „Freilichtbühne“ tut dann das Ihrige dazu, dass über die Havel hinweg Musik erklingt. (Nicht immer zur Freude von Anwohnern, zugegeben.) Ansonsten sind ganzjährig Teile des Spandauer Stadthistorischen Museums und die Ausstellung „Enthüllt-Berlin und seine Denkmäler“ hier vor Ort zu besichtigen. Im „Gotischen Saal“ des Palas hält der Bezirk auch oftmals Feierstunden ab. Im sog. „Fürstenzimmer“ des Kommandantenhauses der Zitadelle können sich auch heute noch Paare trauen lassen.

So findet sich für viele Geschmäcker etwas und wer einfach nur den 32 m hohen Juliusturm ersteigen will, um den Blick ein wenig über die Spandauer Altstadt und die Havel schweifen zu lassen, dem sei dies ebenso vergönnt, wie geruhsame Spaziergänge auf den oftmals für Besucher freigegebenen Bastionen. Festungsführungen gibt es am Wochenende dreimal täglich, diese sind aber nicht im Eintrittspreis enthalten.

Anfahrt:
U-Bahnhof „Zitadelle Spandau“, Linie 7

Eintritt:
4,50 €, ermäßigt 2,50 €

Öffnungszeiten:
Mo – So, 10 – 17.00 Uhr

Mehr Information:
http://www.zitadelle-berlin.de/

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