ein Test in der „Winterfrische“ – Berlin und F2

Eine neue Idee auszuprobieren ist für mich immer wieder spannend. Ob das wohl so funktioniert, wie ich mir das vorstelle ? Kann man einen hübschen, roten Faden finden, wenn man durch die Hauptstadt spaziert ? Wenn man zum Beispiel Berlin und Friedrich II. von Hohenzollern einander gegenüberstellt ? Ich ließ es mal drauf ankommen und nahm einen Freund mit, der meine diversen Macken bei solchen „Testläufen“ schon seit Jahren kennt. Hier ein paar Eindrücke:

friedrich_zweite_alt Mann, was hatte ich die Temperaturen falsch eingeschätzt! Noch am Vortag war es erträglich, wenig Wind und etwas Sonne. Am Tage meines „Testlaufes“ hingegen wolkig, windig, frostig. Aber frische Luft hat ja auch etwas Gutes. Vor dem Ephraim-Palais im Berliner Nikolaiviertel ließ ich jedenfalls erstmal etwas Musike spielen. Von der Speicherkarte und es war eine Komposition von…Überraschung „Friedrich II.“ . Einstimmung muss auch sein ! Der Ausflug in die Gedankenwelt des 18. Jahrhunderts sollte also „zünftig“ beginnen. 🙂

Jetzt erspare ich Ihnen die Details. Z. T. auch, weil ich diese ja auf einem Themenspaziergang selbst erzählen will und immer hoffe, Sie, liebe Leser, werden mich bald dabei begleiten. Aber immerhin will ich darauf hinweisen, dass meine Motivation für diesen Spaziergang in der Beobachtung liegt, dass die Havelstadt Potsdam üblicherweise immer mit dem „Philosophen von Sanssouci“ assoziiert wird, aber die Wechselwirkung zwischen der „anderen Residenz“ Berlin und dem Monarchen mit dem Dreispitz immer etwas „niedriger gehängt“ wird. Wenn man überhaupt Betrachtungen darüber anstellt.

dsci3177_compressedPotsdam, Sanssouci, das „Neue Palais“ all das gehört zum Bild von Friedrich. Und das Bild von Friedrich gehört auf diverse Publikationen der Tourismus-Agenturen Potsdams, ebenso wie auf Produkte einer dortigen Brauerei etc. Was aber ist mit Berlin ? Der „größeren“ Residenz Friedrichs und dem Standort des wuchtigen Schlosses seines Großvaters ? Dem mal ganz ohne verdammende „Scheuklappen“ oder peinlich-schwiemelige „Preußenseligkeit“ nachzugehen, war und ist die Absicht, wenn ich mich auf den Weg mache, dieser komplizierten, historischen Figur nachzuspüren.

Und wie immer, wenn ich gut vorbereitet bin, neigte ich fatalerweise dazu, viel zu viel erzählen zu wollen. Viele Details zu einem Bild zusammenfügen zu wollen, bis offensichtlich wurde, dass mein Zeitplan nicht annähernd einzuhalten war und wir im kalten Wind zu frieren begannen.

dsci3172_compressedInteressanterweise aber liefen uns unterwegs dennoch viele andere Besuchergruppen mit ihren guides über den Weg. Wir waren also alles andere als alleine unterwegs. Offensichtlich hat Berlin für Spanisch-Sprachler oder Menschen mit Englisch als Muttersprache noch nicht viel von der Anziehungskraft verloren, die es verdient. So schlappten wir also durch „Alt-Cölln“, von dem praktisch nichts mehr übrig ist, außer dem Nicolai-Haus, statteten dem Schlossplatz einen kurzen Besuch ab, mogelten uns „unter die Linden“, wunderten uns über die vielen Fotografen am Reiterdenkmal Friedrichs. Spürten seinem Bruder Heinrich nach, der uns an besagtem Denkmal über den Weg „ritt“, erforschten kurz, was das „Forum Fridericianum“ ist oder sein sollte… Wie gesagt es gab viele Themen, die man aber natürlich auf einem Spaziergang mit überschaubarem Zeitrahmen nur „ankratzen“ kann.

Kurz: für uns war es ein Riesenspaß, der dann aber damit endete, dass wir am Ende wieder in den wohlbeheizten, öffentlichen Verkehrsmitteln verschwanden. Einer Wiederholung später im Jahr steht also nichts mehr im Weg. Außer neuen Baustellen, noch mehr Touristengruppen, Ampeln oder schlechtem Wetter natürlich. 🙂

In diesem Sinne hoffe ich darauf, bald mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, unterwegs zu sein !

Ihr

Clemens Kurz

 

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