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Ausflug ins Vergnügen: Flugplatzfest Gatow 2018

Ihnen kann ich es gestehen, liebe Leser, eigentlich mag ich den „ganz großen Rummel“ nicht mehr so. Im Gegensatz zu meinen Jugendjahren fühle ich mich im „Getümmel“ von Menschenmassen nicht mehr so wohl. War ich deshalb so lange nicht mehr bei einem Fußballspiel ? Wer weiß. In jedem Falle erinnerte ich mich vor ein paar Wochen daran, wie ich im Jahre 2017 das Gatower „Flugplatzfest“ besucht habe. Kurze Zeit später erkrankte ich dann schwer, kam ins Krankenhaus blabla,… Soweit ist das allen Freunden bekannt. Leider kamen damals meine mit dem Smartphone gemachten Fotos nicht in der cloud an und irgendwie wurden sie auch auf dem Telefon gelöscht. Soweit, so ungünstig. Da freute ich mich doch umso mehr, als ich die Ankündigung für das Gatower Flugplatzfest 2018 las. 

Und so machte ich mich mal wieder auf den Weg zum ehemaligen Militärflugplatz Gatow, wo neben dem Flugplatzfest auch der „Tag der Reservisten“ der Bundeswehr begangen wurde. Und das Gelände ist auch für solche Festivitäten geeignet. Weitläufig genug, um diversen Verbänden, vom Technischen Hilfswerk THW bis zur Such-Hundestafel des Deutschen Roten Kreuzes DRK, die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit vorzustellen. Vereine, die sich verschiedener, historischer Themen widmen, Modellbauer, die vom Lastwagen bis zum Leopard-Panzer alles zusammenbasteln und lackieren, die evangelische Militärseelsorge und natürlich der Bundeswehr-Reservistenverband treten hier öffentlich auf und mit den Besuchern in Kontakt.

Dabei ist das alles, wie schon im letzten Jahr, erfrischend familienfreundlich. Was sich dann spätestens am frühen Nachmittag darin zeigt, dass hier die Familien zu dominieren scheinen. Kinderwagen und kleine Gäste, die an Muttis oder Papas Hand durchs Gelände ziehen, gibts dann zu Hauf. Das Wetter spielte auch mit. Ich kann mich an Besuche hier in Gatow erinnern, bei denen über das offene Gelände auch an schönen Tagen ein kühler, Frösteln erzwingender Wind wehte. Nichts davon heute. Selbst als es sich um die Mittagszeit ein wenig zuzuziehen begann, blieben die Temperaturen auch bei leicht auffrischendem Wind angenehm.

Englischer Doppeldecker „Miss Lucy“. Noch immer flugfähig !

Und dann wieder die Besonderheiten. Eigentlich ist Gatow seit 1994 als echter Flugplatz geschlossen. Für die Umstellung vom Standort „RAF (Royal Air Force, Großbritannien) Gatow“ zum Bundeswehrstandort „General-Steinhoff-Kaserne“ mit Flugfeld gab es noch ein paar genehmigte Landungen in den 90er Jahren. Einige Großexponate, die im jetzigen „Militärhistorischen Museum Flugplatz Gatow“ gezeigt werden, flogen, so teilte es mir einmal ein Museumsguide mit, noch selbst nach Gatow und landeten hier unmittelbar, bevor sie außer Dienst gestellt wurden.
Ich schrieb „eigentlich“, denn immer zum Flugplatzfest werden für Kleinflugzeuge und einige, wenige „Einmotorige“ Sondergenehmigungen für Starts und Landungen erteilt. In diesem Jahr veröffentlichte der Veranstalter einen Tag vor der Eröffnung des Festes eine Liste von 18 Fliegern, die an diesem Wochenende diese Erlaubnis erhielten. Die Reste der großen Start- und Landebahn, die noch zum Museumsgelände gehören und einigermaßen in brauchbarem Zustand sind, werden dafür genutzt. Ich selbst sah heute eine Einmotorige landen, während ich noch ein wenig „im Suchmodus“ übers Gelände schweifte. Im letzten Jahr flogen sogar zwei einmotorige Propellerflugzeuge kleine „Schauluftkämpfe“ über dem Gelände.

Hier endlich der Beweis: Darth Vader und einige Spießgesellen streiften hier herum !

Und dann das Thema „Darth Vader“… Im letzten Jahr traf ich diesen Star-Wars-Schurken erstmalig hier. Und fragte mich natürlich: „Was will der denn hier ?“ Will er Leute für das Imperium rekrutieren ? Brauchen die neue Piloten, Sturmtruppler etc. ? 🙂 Wie gesagt, Star Wars Fans in voller Montur waren hier auch 2018 vertreten. Was jedoch einen Fan dazu bringt, die Montur der „Bösen“ anzulegen, ist mir bis heute nicht klar. Das konnte ich mit den Fans auch in diesem Jahr im Gespräch nicht recht klären. Wollten wir als Jugendliche, als wir Star Wars für uns entdeckten, einst nicht alle bei der „Rebellenallianz“ mitmachen ?

1:4 – Modell eines „Zeppelin-Staaken“-Bombers aus dem Ersten Weltkrieg.

Der neue Hangar 3 war auch einen Besuch wert. Nach dem Umbau präsentiert er sich verändert. Will einen kurzen, mit Hilfe von Personenportraits für den Besucher „besser zugänglichen“ Einstieg in das Thema der militärischen Luftfahrt Deutschlands bieten. Hier versammelten sich übrigens schon am Vormittag viele Besucher, weil hier Vertreter des Museums als Ansprechpartner zur Verfügung standen und über den Umbau der location Auskunft gaben. Im letzten Jahr konnte ich mir hier schon mal einen Plan des neuen Hangars 3 anschauen. Diese Planungen jetzt „in die Realität“ umgesetzt zu sehen, beeindruckt schon ein wenig.

Leider hatte der Depot-Hangar 8 eine Mittagspause, während der ich natürlich genau dort vorbeischauen wollte. Die mehrstündige Pause hatte sich aber nicht nur bis zu mir nicht herumgesprochen, ein offensichtlich enttäuschter, anderer Gast maulte lautstark in Richtung seiner Begleiterin herum, dass er „ja nur deshalb hergekommen sei“. Nun ja, ich fand, es gab noch sehr viel mehr zu sehen, aber was solls.

Shuttle-Bus zum öffentlichen Nahverkehr. Wir wurden verwöhnt…

Eine schöne, neue „Bequemlichkeit“, die es im letzten Jahr noch nicht gab, war auch der Shuttle-Bus, der Besucher fast direkt von der Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs zum Museumsgelände fuhr. Ein Bundeswehr-Personenbus erfüllte diese Funktion und hatte, so kurz die Fahrt auch nur sein mag, echten Reisebus-Komfort. WOW ! Zwar war das nicht der Bequemlichkeit der Besucher geschuldet, sondern Protesten der „Besserverdienenden“ aus der zwischen Haltestelle und Museum gelegenen „Fliegersiedlung“, die durch Fußgänger, Rad- und Autofahrer, die ihre verkehrsberuhigten Spiel- und Wohnstraßen passieren müssen, ihr Wochendvergnügen und ihre Vorgärten in Gefahr sehen, aber dennoch: einem „geschenkten Gaul“ schaut man nicht ins Maul.

Somit kann ich ein sehr positives Fazit meines Besuches ziehen. Shuttle-Service, gutes Wetter, viel zu sehen, Darth Vader, viele Besucher. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr !

Euer

Clemens Kurz

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Im grünen Walde steht ein Turm

Sommer, Sonne, Sommerfrische. Stadtmenschen mögen einfach das Naturidyll und das schon seit „Kaisers Zeiten“. Wenn es eines schlagenden Beweises für diese Aussage bedurft hätte, so könnte sie im Berliner „Grunewaldturm“ ihren Ausdruck finden. Wenn die Havelboote fröhlich vor sich hinsegeln, im Grunewald die Blätter rauschen und ein Biergarten auch noch unter dem Turm zu finden ist, dann kann man fein zurückdenken. An Zeiten, in denen noch keine Hochhäuser am Horizonte zu erkennen waren und selbst das Spandauer Rathaus erst im Bau befindlich war…

Ihnen, liebe Freunde der kleinen Stadtausflüge in Berlin und Brandenburg, kann ich es ja gestehen: manchmal ödet mich die Hauptstadt an. Speziell, wenn ich an die Architektur der letzten 15 Jahre denke. Herrje, was da an Monumenten der Bedeutungslosigkeit, der architektonischen Langeweile und Kreativlosigkeit geschaffen wurden ! Vom „upper West“ Hochhaus über die schrecklichen Hotels am Hauptbahnhof für Lobbyisten, die nur ein paar Stunden im Bundestag verbringen wollen, bis zum Bundesinnenministerium an der Spree reicht die Palette des Grauens und Erbrechens. Das Bundeskanzleramt mit seiner „Waschmaschinenoptik“ als letztes, kreatives Gebäude dieser Stadt ? Auch die Wohnviertel, die gerade berlinweit aus dem Boden gestampft werden, lassen an Inhumanität kaum zu wünschen übrig, worauf mich jüngst ein Freund aufmerksam machte, der ganz sachlich das Fehlen von Grün und Rasenflächen, von Bäumen und Alltagsinfrastruktur in einem dieser neuen „Pseudokieze“, der in unserer Nähe gerade eröffnet wurde, beklagte.

Da ist es uns sicher nicht zu verdenken, dass wir beide kurzfristig Lust hatten, ein wenig im „Historismus“ zu schwelgen. Ein wenig Grün für die Augen, ein wenig Naturspaziergang für die Füße und die Seele und ein wenig imitierte „Backsteingotik“ von Franz Schwechten. Für den Augengenuss. Angesichts dessen, was sonst gerade so in Berlin passiert, ist man für solch eine im wahrsten Sinne des Wortes „Aussicht“ dankbar.

Gesagt, getan und schon spuckte uns der Bus am Turm aus. Die Havelchaussee ist und bleibt ein Fahrerlebnis, als Fahrer oder Gefahrener. Scheue Blicke auf die Havel, ein nettes Auf und Ab der hügeligen Uferlandschaft und der Grunewald ist immer bereit zum Spaziergang. Der Grunewaldturm selbst, der einst als „König-Wilhelm-Turm“ geplant, dann vom letzten Kaiser als „Kaiser-Wilhelm-Turm“ tituliert und 1948 in „Grunewaldturm“ umbenannt wurde, steht wie eh und jeh seit 1899 dem Ausflügler zur Verfügung. Die 205 Stufen bis zur Aussichtsplattform muss man bei entsprechender Hitze vielleicht gemächlicher nehmen, die Aussicht selbst aber belohnt den Besucher wie seit 1899. Der Bauplatz, einst „Karlsberg“ genannt, ist einfach gut gewählt.

Blick auf die Unterhavel vom Grunewaldturm

Und dann steht man oben, hört selbst im Hochsommer den Wind in die Kuppel fahren, und genießt den weiten Blick. Auf die Berliner Unterhavel, nach Schwanenwerder, auf den Grunewald, den Teufelsberg, in die „City“ (ja, wir konnten mühelos den Fernsehturm am Alexanderplatz ausmachen) und nach Spandau hinein. Das Spandauer Rathaus ist auszumachen und obwohl ich alter „Blindfisch“ sie erst nicht finden konnte, zeigte mir mein Kumpel mit dem Feldstecher sogar die Spandauer Kirche St. Nikolai. Dass der Blick von Süden und Südost nach Spandau demnächst durch ein weiteres Hochhausquartier auf dem Gelände der ehemaligen Spandauer Hauptpost versperrt werden wird, sei hier im Anschluss an meine einleitenden Worte nur schnell angemerkt. 😦

In jedem Falle ist am Grunewaldturm einfach alles „unecht“, aber hübsch. Ein Bau des Historismus halt. Falsche Backsteingotik. Der rote Baustoff passend für die Region gewählt. Kleine Balkone, deren Türen aber aus Sicherheitsgründen versperrt sind. Ziergiebel, Türmchen, kleine Verzierungen hier und dort, die das Auge erfreuen und sogar teilweise kleinen Pflanzen Raum zum Wurzeln schlagen bieten. Dies muss jedoch aus Gründen der Statik irgendwann unterbunden werden. Zwei Große Adler an der Grunewald- und Wasserseite. Dann die Halle mit der überlebensgroßen Statue des ersten Namensgebers. Immerhin sollte jeder Besucher wissen, WEM der Kreis Teltow, zu dem der Grunewald bis 1920 gehörte, dieses Bauwerk einst widmete.

Kaiserstandbild von Ludwig Manzel

Wir können uns sicher kaum vorstellen, wie wichtig solche „Ankerpunkte“ der Sommerfrische zu Kaisers Zeiten und auch noch danach einst gewesen sind. Kein „Netflix“, kein Internet, kein Fernsehen, kein Rundfunk, Bücher manchmal noch zu teuer… Irgendwie musste sich „der kleine Mann“ ja auch damals die geringe Freizeit vertreiben und die Gedanken mal vom oft prekären Alltag ablenken.
„Sommerfrische“ in Berlin-Brandenburg. Möglichst am Wasser und mit Parks oder Wäldern in der Nähe. Was konnte es schöneres für einen Sonntagnachmittag geben ? Daraus entstanden sogar „Klassiker“ des örtlichen Schlagers wie der „Bolle“, welcher sich zu Pfingsten in der Schönholzer Heide in eine Schlägerei verwickeln ließ. Gaststätten, die Ruderbooten Stege zum Anlegen anboten, waren damals keine Seltenheit. Man putzte sich selbst heraus, ging vorher zur Kirche oder auch nicht, achtete darauf, dass auch der Nachwuchs „präsentabel“ war und dann…raus. Mit der Bahn, mit dem Fahrrad, nur raus „int Jrüne“. Picknick mitgenommen, vielleicht durfte man ja im nahegelegenen Biergarten „selber Kaffe kochen“.

Da spielt der Grunewaldturm eine Rolle. Wie auch einst die Gastronomie an Orten wie Klein-Glienicke oder Treptow. Zwar sind die Tage, in denen die gebeutelten „Proletarier“ ihre kalten, feuchten Hinterhofwohnungen für wenige Stunden der „Sommerfrische“ verließen, sind natürlich vorbei. Dennoch macht „Sommerfrische“ auf den Spuren unserer Vorfahren auch heute noch Spaß. Mein Kumpel und ich jedenfalls ließen es uns noch ein wenig im Biergarten gutgehen, spazierten dann „ins Grüne“ des Waldes hinaus und wurden schließlich von einem „historischen“ BVG-Bus wieder zurück „in die Stadt“ gefahren. 🙂 Es gibt sehr viel schlechtere Dinge, die man mit einem sonnigen Sommertag anfangen kann.

Quer durch Berlin auf der Spree – Köpenick und sein Hauptmann

Berlin vom Wasser gesehen. Immer wieder beliebt. Bei schönem Wetter immer wieder eine Freude. Wenn man dann noch von Spandau nach Köpenick und zurück „schippern“ kann, bekommt man einiges zu sehen. Was könnte als Auftakt meiner Themenreihe „Kaiserwetter ? 1918/2018“ also zwangloser sein ? Ein Besuch beim „Hauptmann von Köpenick“ als leichter Einstieg in ein schweres Thema. 

100 Jahre ist es her, dass die letzte, deutsche Monarchie sich auflöste. Meine Themenreihe „Kaiserwetter ? 1918/2018“ befasst sich deshalb mit dieser ein wenig stiefmütterlich behandelten Epoche deutscher Geschichte. Trocken ? Langweilig ? Nicht mit mir ! Also fing ich mal mit dem sicher allgemein bekannten „Hauptmann“ in Köpenick an. Und wenn man dann noch bei schönem Wetter über die Spree „dampfern“ kann, wie sollte ein Anfang des Themas unterhaltsamer und angenehmer daherkommen ?

Ich gestehe: der „Hauptmann“ von Köpenick hinterlässt bei mir schon länger einen zwiespältigen Eindruck. Die ganze „Tränenzieher-Geschichte“ des vom rigiden Kastensystem der Kaiserzeit „Ausgespuckten“, armen Schusters, der sich trickreich verschafft, was ihm zusteht, erscheint viel zu sehr eine gefällige Legende zu sein, als dass sie einem genaueren Hinsehen standhielte. Und so ist es auch. Das, was wir als „Köpenickiade“ im Kopf haben, ist zum guten Teile eher dem Schriftsteller Carl Zuckmayer geschuldet, als den Fakten. Zuckmayer, der geschickt und detailreich in seinem Theaterstück das Bild des geläuterten Kriminellen schildert, der von allerlei Bürokratie an der Resozialisierung gehindert wird, gestaltet diesen Charakter vor dem Hintergrund eines militaristischen, unmenschlichen Systems des Kaiserreiches, welches dem „einfachen Manne“ keine Chance ließ, sich erfolgreich einzugliedern.

Zwar ist diese Betrachtung nicht völlig falsch, vieles, was Zuckmayer uns beschreibt ist einfach faktisch und kann leicht anhand von Quellen nachvollzogen werden. Dennoch ist es nur ein Teil der „Wahrheit“ über das kurzlebige Kaiserreich der Hohenzollern. Das hier auszuführen, würde diesen Beitrag unnötig verlängern. Wer auf dem Ausflug dabei war, dem habe ich meine Argumente ja auch ausgeführt. An dieser Stelle soll es mal ausreichen, zu betonen, dass uns Zuckmayer und die folgenden Verfilmungen seines Theaterstückes, mit so renommierten Darstellern wie Heinz Rühmann oder Harald Juhnke in der Titelrolle, ein stark „gefiltertes“ Bild der Kaiserzeit vermitteln. Ganz sicher auch ein gefiltertes Bild von Friedrich-Wilhelm Voigt, einem Manne, der schon im zarten Alter von 14 Jahren erstmalig straffällig wurde und letztlich eine lange „Karriere“ im Strafvollzug hinter sich hatte, bevor er das Rathaus von Köpenick besetzen ließ. „Opfer der Umstände“ ? Ja, teilweise, aber eben nicht ausschließlich. Auch hier muss präzise und mit Augenmaß differenziert werden, wie so oft beim „Blick zurück“ in die Geschichte.

Wie gesagt, darauf habe ich während unseres kurzen Spaziergangs durch die Köpenicker Altstadt ja schon hingewiesen, Details erübrigen sich dazu an dieser Stelle also. Stattdessen werde ich ein paar Eindrücke von der „Dampferfahrt“ an sich hier ventilieren:

  1. Baukräne, wohin man sieht

    Berlin sollte sein Wappen ändern. Allgegenwärtig im Stadtbild ist schlicht und ergreifend weniger der Bär, als vielmehr der Baukran. Als Mann, der gerne „Schnappschüsse“ von seinen Ausflügen mit nach Hause bringt, knipse ich gerne in alle Richtungen und alle Motive, die mir interessant erscheinen. Bei unserer Spreefahrt fiel es mir schwer, irgendwo einen schönen Blickwinkel hinzubekommen, auf dem KEIN Baukran mit auf dem Bild erschien. So gab ich irgendwann auf und ließ die Kräne erscheinen. Ist halt Realität in Berlin. Es wird gebaut. Viel und potthässlich. Wer etwa die Umgebung des Hauptbahnhofes oder die Region am Ostbahnhof um die „Mercedes – Benz Arena“ betrachtet, könnte denken, die Fassadengestaltung bei diversen Architektenbüros würden die Vorschul- und Krabbelkinder der dortigen Angestellten übernehmen. Klötzchenbildung mit etwas Glas oder mit Schießscharten-Fenstern. Lego-Ästhetik. Einfarbig zumeist. Einem Bau-Ästheten könnten dabei kalte Schauer über den Rücken laufen. Auch wegen der oftmals gewaltigen Dimensionen solcher Bauten. Eine bewusste „Verhässlichung“ Berlins ist im vollen Gange, ein Bauen ohne Rücksicht auf den Ort, eine De-Lokalisierung, die dazu führt, dass manche „Stadtquartiere“ jüngerer Bauart so aussehen, als könnten sie genauso in Hamburg, Frankfurt, Cottbus, Montpellier, San Bernardino oder Shanghai stehen. Man erkennt Berlin nicht wieder. Als Mann, der seine Stadt und deren Besonderheiten auch gerne mit Besuchern teilt und ihnen Berlin zeigt, möchte man ab und an einfach vor Scham im Boden versinken. Vor Peinlichkeit dessen, was dank Leuten wie der Berliner Oberbau-Direktorin Regula Lüscher, seit Jahr und Tag hier in den Märkischen Boden gerammt wird.

  2. Kraftwerk Reuter – West

    Die Berliner Spree ist letztlich in weiten Teilen kein „schöner“ Fluss. Und dies war lange Zeit auch so gewollt. Die Ansiedlung und der Weiterbetrieb von Industrie sowie die Nähe zu diversen Kraftwerken, die lange Zeit hier auch ihr Kühlwasser abzogen, hat eine mächtige Tradition. Eine Tradition, die schon in der Zeit vor der „Reichseinigung“ 1871 ihren Anfang nahm und danach noch einmal massiv beschleunigt wurde. Oberschöneweide, Adlershof, Siemensstadt…wo immer die Spree vorbeikommt, war einst auch Schwerindustrie zu finden.
    Das hat auch Auswirkungen bis heute. Letztlich sind die „fotogenen“, die „hübschen“ Abschnitte der etwa 45 km langen „Berliner“ Spree zahlenmäßig begrenzt. Die Strecke zwischen Lutherbrücke und Treptower Hafen etwa kann mit vielen, interessanten (Foto-) Motiven aufwarten, wie etwa dem Kanzleramt, der Mühlendammschleuse oder der Oberbaumbrücke. Dann wird es stromaufwärts erst wieder kurz vor Köpenick so recht interessant und später darüberhinaus ohnehin, aber so weit ging unsere Fahrt an diesem Tage eben nicht.

  3. „Wappen von Spandau“

    Ein ehrlicher Dank an die Reederei, die uns an diesem Tage durch die Stadt schipperte. Ich werde ihren Namen nicht nennen, um keine „Schleichwerbung“ zu machen, nur den des fast noch „nagelneuen“ Schiffes, welches sie dafür einsetzte, erwähne ich mal: „Wappen von Spandau“. Erst im April in Dienst genommen. Doppelt so viele Toiletten, wie üblich…wer Stunden auf dem Schiff verbringt, weiß das zu schätzen, :-). Die Dieselmotoren hatten auch ordentlich „Druck“, wenn es mal gegen Strömungen anging. Dass die Farben Schwarz-Rot-Gold am Heck wehten, wusste ich „böser, alter, weißer, nationalistischer Mann“ auch zu schätzen in einem Land, dessen Fußballer diese Farben gerade von ihren Trikots verbannt haben.
    Die Getränke waren teuer, aber superkalt. Ein „live – Moderator“ erzählte selbst mir erfahrenem cityguide noch einige Dinge, die selbst ich nicht gewusst hatte. Leider funktionierte die Lautsprecheranlage auf dem hinteren Oberdeck nicht gut und auch die fröhlich dahinquasselnde Damenrunde am Nachbartisch überdeckte manch interessante Info des Sprechers.
    Dankbar bin ich für die Hinweise, wann eine Brücke sehr flach über unsere Köpfe hinwegging, damit wir rechtzeitig die Köpfe einziehen konnten. Stichwort: „Jannowitzbrücke“. Auch hier ein Dankeschön an die freundlichen Mitarbeiter der Reederei !

Uniformrock des „Hauptmanns“ in Köpenick

Fazit: Vergnüglich gings zu auf dem ersten Ausflug der Themenreihe „Kaiserwetter ? 1918/2018“. Das Wetter war gnädig, die schwüle Hitze der vorangegangen Tage war abgezogen und die Sonne beschenkte uns mit schönen Ansichten der Stadt. Dem „Hauptmann von Köpenick“ konnten wir uns direkt „vor Ort“ widmen. Seine Uniform sehen und den Tresor, den er ausräumen ließ. Das Köpenicker Heimatmuseum hat dazu nämlich im Rathaus zwei Informationsräume eingerichtet, die man kostenfrei an jedem Öffnungstag besichtigen kann. Ich denke, es war ein guter Anfang für das Thema. Nicht zuviel trockenes „Blabla“, stattdessen viel entspanntes Dahindampfern auf der Spree und nette Gespräche. Zu denen sich auch noch ein „Zufallsbesucher“ aus den Reihen der anderen Gäste gesellte, der über die Hohenzollern mehr Anekdoten kannte, als sogar ich.

Weiter gehts dann bald mit einem Spaziergang durch den Park Babelsberg. Auch dort wieder halten wir kurz die Zeit an und widmen uns dem „Rad der Geschichte“, welches hier ins Rollen kam. An einer höchst profanen Stelle sogar, aber mehr dazu, sobald es losgeht. Bitte schauen Sie demnächst wieder auf der „Termine“-Seite vorbei, wo ich wie immer die Details bekanntgeben werde. 🙂

Bis bald also wieder Ihr

Clemens Kurz

Museumsfest 2018 in Karlshorst

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, kann ich es ja gestehen: der Achte Mai ist meist ein schöner Tag für mich. Frühling liegt in der Luft und das „Deutsch-Russische Museum Karlshorst“ in Berlin feiert sein Museumsfest. Aus gegebenem Anlass, natürlich. Denn hier endete am 08. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Ein Freund erinnerte mich in diesem Jahr rechtzeitig wieder an das Datum und so trabten wir beide denn wieder nach Karlshorst, um beim Museumsfest anlässlich des Achten Mai mit dabei zu sein. 

Hof des Museum. Festtag, Festwetter !

Das Programm, welches die Museumsleute von Karlshorst dort auf die Beine stellen, gefällt mir eigentlich immer recht gut. Es ist nicht zu „rummelig“ oder aufgeblasen. Der Anlass verbietet das m. E. n. auch von selbst. Der Garten hinter dem Museumsgebäude wurde mit Zelten gefüllt. Einige davon boten Informationen an, wie etwa der Verein „Zeitreise Seelower Höhen e. V.“, der im Oderbruch ein ganzes Bündel an hochinformativen Ausflügen anbietet. Wer sich noch an unseren Ausflug vom April erinnert, wird wissen, was ich meine. Andere Vereine informierten über ihre Arbeit, es gab einen Büchertisch und natürlich war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Ein „SU-100“ Jagdpanzer aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, dessen Inneres seit Jahren schrittweise konserviert wurde, konnte wieder von innen besichtigt werden, was ja sonst nicht so oft möglich ist und die kostenlosen Führungen durch die Dauerausstellung des Hauses boten wieder viel Informationen und Anregungen zum Nachdenken.

Friedensgottesdienst am 08. Mai

Überhaupt war das „nie wieder“ von Krieg, Vertreibung, Gewalt und Massenmord der Rote Faden, der sich durch Vorträge, Gespräche und sogar Gebete zog. Denn das Museum hat an diesem Tag auch traditionell einen ökumenischen Friedensgottesdienst auf dem Programm, den ich persönlich mir nie entgehen lasse. Dass in diesem Jahr beinahe demonstrativ ein russisch-orthodoxer Geistlicher dabei fehlte, wurde vom Museumsdirektor Jörg Morré, mit dem ich ein kurzes Gespräch unter vier Augen führen konnte, damit begründet, dass die russisch-orthodoxe Kirche derzeit mit der Ökumene größere Schwierigkeiten habe. Nun, ja, meinen Informationen nach hat die allzugroße Verweltlichung der „Westkirchen“ den Orthodoxen der „Ostkirchen“ auch wenig anderes übrig gelassen, aber das sei mal dahingestellt, es ist nicht Thema dieses Beitrages. Auch die Ironie, dass beim Gottesdienst Friedensgebete unterhalb der Kanone eines Kampfpanzers, eines Instruments des Krieges, gesprochen werden, entgeht dem Beobachter natürlich nicht (s. Foto oben).

Auch die fast schon „obligatorische“ Kundgebung von Rechtsextremisten, die aus irgendeinem Grund dieses Fest seit Jahren von draußen auf der Straße zu stören versuchten, fiel diesmal möglicherweise dem schönen Wetter zum Opfer. Auch Neonazis gehen am 08. Mai bei strahlendem Sonnenschein vielleicht mal lieber zum Baden, wer weiß das schon. Möglicherweise gab es auch keine Genehmigung für eine Kundgebung wie im letzten Jahr. Gefehlt haben die Krakehler jedenfalls niemandem der Anwesenden. Mir ganz sicher auch nicht.

Soweit zu den erfreulichen Aspekten des Museumsfestes 2018 in Berlin-Karlshorst. Leider beschlich mich in diesem Jahr stärker als in der Vergangenheit auch ein mulmiges Gefühl an diesem Ort, das am Ende des Tages einen zwiespältigen Eindruck bei mir hinterließ. Schon bei der Eröffnung des Festes, bei der u. a. der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Herr Sergej Netschajew, zugegen war, gab es m. E. n. den ein oder anderen kommentierenswerten Vorfall. So sprach ein Vertreter der „Veteranen der Westgruppe der Streitkräfte der Roten Armee“ uns alle gleich mal pauschal als „Genossen“ an. Was in mir die Erinnerung daran weckte, dass dieser sicherlich hochverdiente Offizier einst Truppen kommandierte, die meinem Land, der Bundesrepublik Deutschland, bei entsprechendem Befehl den Garaus gemacht hätten. Die mich, meine Freunde, Bekannten und Verwandten allesamt unter dem Rasseln von Panzerketten dem Staatssozialismus unterworfen hätten. Auch die Bilder vom 17. Juni 1953 erschienen wieder vor meinem geistigen Auge, bei denen T-34s der Roten Armee wie etwa der im Museum zu sehende den Volksprotest plattwalzten. Dazu finde ich im Museum übrigens auch nichts mehr. Hm. Mein Freund bemerkte dazu, dass der gerade erwähnte Veteran halt schon ein älterer Herr sei und das mit den „Genossen“ nicht besser wisse. Er hat natürlich Recht. Dennoch bleibt bei mir das mulmige Gefühl zurück.

Aber das ist natürlich „Schnee von Gestern“, ebenso wie der Heldenkult um Marschall Schukow, der aber durch das Geschenk einer staatlichen, russischen Kulturorganisation (eine Büste von Schukow mit Mütze, eine „ohne Mütze“ hatten wir schon mal im Museum) ein wenig penetrant wieder zutage trat. Sorry, aber wir Deutschen haben spätestens seit 1945 ein gestörtes Verhältnis zu militärischen „Helden“. Vielleicht mehr zu unseren eigenen, als denen der „Sieger“, aber dennoch. Ohne der Tatsache, dass Georgij K. Schukow sicherlich der militärisch fähigste Marschall der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg war, zu nahe treten zu wollen: ihn aber permanent als „Marschall des Sieges“ zu titulieren, wie es wohl in Russland üblich ist, hinterlässt Fragen.

Z. Bsp. die im Museum konsequent ausgeblendete Frage, ob nicht der Sieg von Schukows Truppen in seiner Konsequenz nur dafür sorgte, dass das abscheuliche Hitler-Regime in der Sowjetisch Besetzten Zone (SBZ) durch den brutalen und intoleranten Stalinismus abgelöst wurde. Eine „Befreiung“ zweifelhafter Natur, wie ich auch bei Besuchen im Treptower Park immer mal wieder Freunden und Besuchern klarzumachen versuche, aber das gehört jetzt nicht hierher.

Auch andere Fragen werden im Museum kleingehalten oder durch das permanente, manchmal unnötig emotional konnotierte Fokussieren auf deutsche Kriegsverbrechen überlagert. Selbst einer der sehr guten Museumsführer gab zu, dass auch ihm bewusst ist, wie sehr der Hitler-Stalin-Pakt für Deutschland den Startschuss für den Angriff auf Polen gab, während er der Sowjetunion Zeit verschaffen sollte, um die während der Schauprozesse der Dreißiger Jahre „geköpfte“ Rote Armee wieder mit fähigen Führungsoffizieren zu versehen. Gegen wen hätte Stalin diese neue, Rote Armee dann aber wohl in Bewegung gesetzt ? Gegen Finnland ? Japan ? Oder stimmt die in englischsprachigen Ländern lange Zeit aufrechterhaltene These, dass die im Hitler-Stalin-Pakt festgeschriebene Abgrenzung der Osteuropäischen Interessenssphären zwischen den zwei Diktaturen auch von Stalin nur als „vorläufig“ angesehen wurde ? Haben die Westmächte jemals darüber nachgedacht, dass sie später einem Manne, der Ostpolen von Hitlers Gnaden annektiert hatte („Katyn“ sei als Stichwort mal genannt. Ein Begriff der noch heute polnisches Misstrauen gegenüber Russland begründet.), die Hand gaben ? Teufel mit dem Beelzebub austreiben ?

SU-100 Jagdpanzer der Roten Armee

Alles Fragen, die m. E. n. in der historischen Forschung legitim sind und die an einem Ort der Forschung und Geschichte durchaus ihre Berechtigung hätten. Auch Fragen, die eine Versachlichung des Dialogs deutscher und russischer Historiker befördern könnten, vielleicht und gerade wenn dazu unterschiedliche Ansichten bestünden. Nur im Gedankenaustausch eines Spannungsfeldes kann fruchtbarer Dialog entstehen, wenn hingegen Zweie derselben Meinung sind, herrscht üblicherweise Langeweile.
Leider reflektiert das Deutsch-Russische Museum, spätestens seit der Umgestaltung der Dauerausstellung im Jahre 2012 solche kritischen Fragen nicht mehr, sondern fokussiert sich auffällig auf deutsche Kriegsverbrechen, den Holocaust und ein m. E. n. pauschales und unreflektiertes Diskreditieren der deutschen Wehrmacht.

Deshalb mein Fazit zu diesem Achten Mai und zum Museum im Jetztzustand:
Das Deutsch-Russische Museum ist immer mehr zum rein Russischen Museum geworden. „Genossen“ bejubeln den „Marschall des Sieges“ Schukow, feiern unkritisch die Rote Armee (wobei sie Kriegsverbrechen von dieser Seite konsequent ausblenden oder mit NS-Verbrechen „gegenrechnen“) oder machen Sonderausstellungen zu deren „Jubiläum“ usw. Das mag im Streitkräftemuseum zu Moskau so üblich und „normal“ sein. Ob das aber auch hierzulande so sein muss, könnte durchaus mal diskutiert werden, finde ich. Auch und gerade an einem Ort, der beiden Völkern und dem Frieden zwischen ihnen gewidmet ist.

 

P.S.: Ein paar ungeordnete Gedanken in diesem Kontext; sie gehören nicht mehr zum Artikel und und dürfen also gerne auch ignoriert werden…
Überhaupt leidet die „Gedenkkultur“ bei uns noch immer daran, dass sie nach 1945 nur den Blickwinkel der Sieger einnehmen durfte und dies bis heute tut. Die letztlich sinnlosen Leiden des einfachen „Landsers“ oder der deutschen Zivilbevölkerung im Krieg dürfen und durften lange Zeit gar nicht diskutiert werden und stehen auch heute noch immer unter dem „aber Nazi-Deutschland hat ja den Krieg begonnen“-Vorbehalt. Eine Tatsache, die ja nun wirklich kein ernsthafter Historiker bestreitet, die aber weder alliierte Kriegsverbrechen rechtfertigt oder relativiert (sie wollten ja die „Besseren“ sein und Europa von solchem Unwesen befreien) noch die Trauer um die deutschen Gefallenen und Kriegsopfer ausschließen sollte. Selbst sowjetische Veteranen des „Großen Vaterländischen Krieges“ sollen ja bei Besuchen in Seelow in den 60er und 70er Jahren schon mal ganz sachlich gefragt haben, wo denn die deutschen Gefallenen zu finden seien. Sie waren dann verwundert, wenn sie keine oder nur herumgedruckste Antworten bekamen. Bezeichnend, bis heute.
Mit anderen Worten: Der sachliche, beschreibende Blick auf die Ereignisse des Zwanzigsten Jahrhunderts macht, m. E. n. das Schreckliche der Ereignisse deutlicher, als der mittlerweile übliche hochemotionale, politisch instrumentalisierte und überfrachtete Ansatz, der allzusehr nach Selbstgerechtigkeit und rückblickendem Hochmut riecht. Wer weiß schon, wie er oder sie unter den Bedingungen der Faschismen, Sozialismen und sonstiger „-ismen“ gehandelt hätte ? Hätte man wirklich unter konkretem Verfolgungsdruck seine Menschlichkeit bewahrt und kann sich deshalb das Recht herausnehmen, verachtungsvoll auf die Vorfahren zurückblicken ? Ich zumindest maße mir diese Beurteilung für mich selbst nicht an. Der weitgehend unkritische Blick auf die „Helden“ der Roten Armee befriedigt mein Bedürfnis nach Wahrheit aber auch nicht. Wie immer liegt der beste Weg vermutlich in einer Art von Kompromiss.

Gedenkstätte Seelower Höhen – Ausflug zur Oder

Lange hatte ich es angekündigt, einmal sogar schon gesundheitsbedingt abgesagt, aber endlich machte sich unser kleines Grüppchen auf, die „Gedenkstätte Seelower Höhen“ im Landkreis Märkisch-Oderland zu besuchen. Bei strahlendem Sonnenschein und erfrischendem Wind kraxelten wir die Seelower Höhen hinauf, um an diesem einzigartigen Ort der Ereignisse vom April 1945 zu gedenken.

Die Gedenkstätte Seelower Höhen markiert ein trauriges Ereignis der Geschichte. Hier im Oderland, nördlich und südlich der damaligen „Reichsstraße 1“ wurde die letzte, großflächige Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden ausgefochten. Hier erreichte die Rote Armee den entscheidenden Durchbruch auf dem Weg nach Berlin. Hier starben zehntausende Soldaten beider Seiten in einem längst zu Gunsten der Sowjetunion entschiedenen Konflikt.

Das kann selbst Daueroptimisten am „homo sapiens“ zweifeln lassen. Die Fähigkeit der Menschen, ihren Artgenossen unsägliche Dinge anzutun, ist scheinbar grenzenlos. Ehrenwerte Motive werden schnell verbogen, missbraucht und im Namen irgendwelcher „höheren Werte“ pervertiert. Gerade der hochmotivierte Idealist kann für schreckliche Dinge ausgenutzt werden. Das sollte übrigens auch uns, den Nachfahren der Weltkriegsgeneration, eine Mahnung für die Gegenwart sein. Auf beiden Seiten.

Daran musste ich unweigerlich denken, als wir an einem angenehmen, nur leicht windigen, Aprilvormittag in Seelow ankamen und die Gedenkstätte dort besuchten. Und wir waren beileibe nicht die einzigen Besucher. Mehrere Gruppen absolvierten gerade ein geführtes Programm, als wir eintrafen. Sie kraxelten dabei ganz unvoreingenommen auf einem alten T-34 Panzer der Roten Armee herum, der auf dem Vorhof des Museums zu sehen ist.

Von der Roten Armee ging auch direkt nach Ende der Kampfhandlungen 1945 die Initiative aus, entlang ihrer Vormarschroute nach Berlin Soldatenfriedhöfe und Denkmale anzulegen. Ein solches stand z. Bsp. bis 2009 in Küstrin/Kostrzyn, dessen Einnahme der Roten Armee die Vorbereitung zum Sturm auf Berlin vereinfacht hatte. Das zweite dieser Denkmale ist der Soldatenfriedhof hier in Seelow, der zusammen mit dem unterhalb gelegenen Museum seit 1972 die Gedenkstätte bildet. Das dritte Denkmal finden wir an der „Straße des 17. Juni“ in Berlin, ganz in der Nähe des Reichstages.

Das kleine Museum hier in Seelow fasst auf anschauliche Art die Ereignisse des April 1945 zusammen. Im Vorführraum erwartet den Besucher ein 3-D-Modell des Kampfschauplatzes von damals. Und ein kurzer Dokumentarfilm voller originalem Filmmaterial aus dieser Zeit macht dem Besucher den Kontext und den Verlauf der Schlacht deutlich. Er hinterlässt übrigens auch den zuvor schon von mir geschilderten, bitteren Geschmack im Munde angesichts all des Hasses mit dem damals Menschen manipuliert wurden, ihren Artgenossen übelstes anzutun.

Der Soldatenfriedhof oberhalb des Museums erschien uns allen in einem erfreulich gut gepflegten Zustand zu sein. Mit Blick in Richtung Oder gelegen, können die Toten hier tatsächlich in Frieden ruhen. Allerdings, wie schon angedeutet, nur die Toten der einen Seite. Für die Gefallenen der deutschen Seite wurden erst sehr spät Gräber-Abschnitte auf dem Stadtfriedhof Seelow und im südlich von Berlin gelegenen Halbe auf dem dortigen „Waldfriedhof“ angelegt. Selbst Veteranen der Roten Armee, die Seelow besuchten, sollen schon zu DDR-Zeiten öfters erstaunt darüber gewesen sein, dass ihre ehemaligen Gegner, ganz im Geiste des „Sozialismus im Arbeiter- und Bauernparadies“ scheinbar nicht existiert hatten.

In jedem Falle regt ein Besuch hier zum Nachdenken über viele Dinge an. Etwa über die riesige Bronzeskulptur, die den Ort überragt und die aus derselben Werkstatt (Gießerei Noack aus Berlin) stammt, wie die zwei knieenden Rotarmisten-Figuren im Treptower Park. Wir jedenfalls nutzten gemeinsam diesen Ausflug zum anregenden Gespräch, natürlich auch dazu, kräftig zu fotografieren. Und so vergingen schnell ein paar, nur durch ein kurzes Picknick im Museumshof unterbrochene, Stunden hier vor Ort.

Hier lasse ich gerade den „Fachmann“ heraushängen… haha.

Dass wir den Heimweg nach Berlin dazu nutzten, einen Zwischenstopp in Frankfurt/Oder einzulegen, sei hier nur am Rande erwähnt. Das schöne Wetter lockte uns dort fast zwangsläufig in ein Eiscafé und so konnten wir, nachdem wir noch kurz über die Oderbrücke geschlendert waren, mit vielen frischen Eindrücken wieder nach Hause fahren.

In diesem Sinne: vielleicht sind Sie ja beim nächsten Mal mit dabei, wenn ich wieder in Berlin oder Brandenburg unterwegs bin. Ich werde Sie dann in jedem Falle natürlich so früh wie möglich wieder dazu einladen. 🙂 (Siehe Terminseite !)

Ihr

Clemens Kurz

P.S.: Details zur „Gedenkstätte Seelower Höhen“ wie Adresse, Öffnungszeiten und Anreisemöglichkeiten erhalten Sie bei Interesse natürlich auf deren Webauftritt. Hier:
http://www.gedenkstaette-seelower-hoehen.de/cms/

Fotos:

  • von mir, (c) 2018,
  • von A. Schildhauer, (c) 2018, used with permission

in Frieden ruhen – der Dreifaltigkeitsfriedhof II

In der Kreuzberger Bergmannstraße, hin zum „Südstern“ reihen sich vier Friedhöfe aneinander. „Friedrichswerderscher-“ oder „Luisenstädtischer-“ Friedhof kann man da lesen. Wenn man vom Südstern heranspaziert, finden wir den „Dreifaltigkeitsfriedhof“ ganz „hinten links“. Der Zweite seines Namens, denn der „erste“ davon gehört ja zu den „Friedhöfen vor dem Halleschen Tor“. Für meine Reihe kurzer Betrachtungen bekannter, Berliner Gottesacker habe ich dann einfach mal hier mal vorbeigeschaut.

Was für ein schöner Tag ! In der Nacht zuvor hatte es ein wenig geschneit. Wie Puderzucker lag eine ganz dünne Schneeschicht über dem Gelände. Sanft knirschte es unter der Schuhsohle, wenn man die Wege zwischen den Grabstätten abschritt. Inzwischen war aber längst die Sonne herausgekommen und legte ihr „winterhartes“, tiefstehendes Licht über den Dreifaltigkeitsfriedhof, über pompöse Grabmale von Familien, die man heute kaum noch kennt und über kleine Familienbegräbnisse völlig Unbekannter.

Wie immer, wenn man auf einem Stadtspaziergang über Friedhöfe unterwegs ist, freut man sich über die relative Ruhe, die man hier vorfindet. Ein paar Vögelchen tschilpten jedoch auch schon in den Bäumen. Und das so früh im Jahr ! Die Natur hat offensichtlich ihre eigene Logik. Ich selbst würde, Mensch oder Nachfahre der Dinosaurier (ja, Vögelchen sind evolutionsgeschichtlich gesehen Nachfahren von Flugsauriern) natürlich einen Daueraufenthalt im Warmen bevorzugen.

Und die Friedhofsverwaltung macht es dem Spaziergänger diesmal ausnahmsweise einmal nicht so einfach, sich hier auf dem etwa 49.000 qm großen Friedhof zu orientieren. Findet man etwa auf den „Friedhöfen vor dem Halleschen Tor“ noch Übersichtstafeln an den Eingängen, die das Wegesystem abbilden, über die Geschichte der Anlage informieren und auf sowohl hübsch gestaltete, wie auch „prominente“ Grabstätten hinweisen, so fehlt hier all dies.  So dass der Besucher gezwungen ist, sich selbst zu orientieren. Was ja auch nichts Schlechtes sein muss. Vielleicht genießt man einen Besuch hier dadurch umso mehr.

Grabstätte Schleiermacher

Aber natürlich sind auch hier einige bekannte Namen zu finden. Ich beschränke mich auf die zwei für MICH interessantesten davon. Zunächst einmal ist auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof II natürlich einer der ehemaligen Pastoren der gleichnamigen Gemeinde beigesetzt. Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher. Die Plakette auf seinem Grabstein stammt von Christian Daniel Rauch. Schleiermacher war Theologe und Mitbegründer der „Friedrich-Wilhelms-Universität“ in Berlin (heute „Humboldt-Universität“). Er begegnete mir schon auf einer Plakette an seinem ehemaligen Pfarrhaus Glinka- Ecke Taubenstraße. Welches natürlich in der Berliner Friedrichstadt liegt, durch welche ich Jahr für Jahr immer mal gerne spaziere, aber das ist ein anderes Thema. Wer bei diesen Spaziergängen dann dabeisein möchte, nimmt bitte Kontakt zu mir auf oder wartet auf die Bekanntgabe entsprechender Termine auf der Facebook-Seite und hier im Blog auf der Termine-Seite. Zurück zu Schleiermacher: dieser Mann versuchte Forschung und Wissenschaft mit dem christlichen Glauben zu versöhnen und musste sich deshalb harsche Kritik von Theologen und Wissenschaftlern gefallen lassen. Der gebürtige Breslauer fand nun also hier 1834 seine letzte Ruhe. Besser ist das auch, denn  ein Grab in seiner Geburtsstadt wäre vielleicht, wie so viele andere Ruhestätten prominenter Preußen und anderer Deutscher, nach Kriegsende eingeebnet oder geschändet worden. Man denke an das Grab des Freiherrn von Seydlitz o. ä. Fälle.

Grabstätte von Menzel

Die zweite Grabstätte, der ein versierter „Stadtspaziergänger“ natürlich seine Reverenz erweisen sollte, ist die des Malers Adolph von Menzel. Diesem Vorbereiter der Moderne wollte ich hauptsächlich einen Besuch abstatten. Was gibt es nicht alles für herzallerliebste Anekdoten über diesen Mann zu erzählen. Jeder cityguide, der etwas auf sich hält, kennt ein paar davon. Mir gefällt diejenige am Besten, bei der er mit seiner Art einen hohen Militär, den Feldmarschall Wrangel, so sehr auf die Palme bringt, dass dieser ihn eine „eklige, kleine Kröte“ nennt. Auch seine Geduld mit „Modellen“, die von ihm porträtiert werden wollten, war gleich 0. Bei seiner Beisetzung hier folgte aber gar die kaiserliche Familie dem Sarg. So sehr schätzten sie die Wirkung seiner Gemälde. Die Büste auf seiner Grabanlage ist übrigens ein Werk von Reinhold Begas.

Das Schöne an den innerstädtischen Friedhöfen ist vor allem, dass sie zumeist verkehrsgünstig zu erreichen sind. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und U-Bahnen erreicht man sie zumeist gut. Mit dem Fahrrad sowieso. Insofern steht meine Empfehlung, auch den „Dreifaltigkeitsfriedhof II“ und seinen Nachbarn den „Friedrichswerderschen“ Friedhof, zu dem ein Durchgang besteht, einmal zu besuchen. Und sei es nur, um im Schatten der Bäume ein wenig zu verschnaufen. Das leicht ansteigende Gelände, welches der Tatsache geschuldet ist, dass dort einst ein Weinberg angelegt worden war, lädt in jedem Falle dazu ein !

Zu erreichen über den U-Bahnhof „Südstern“ (Linie 7), dann in die Bergmannstraße weiterspazieren.

 

Friedhöfe vor dem Halleschen Tor – versteckte Gräber mitten in der Stadt

Alte Berliner Friedhöfe haben auf mich eine gewisse Anziehung, das gebe ich offen zu. Hier, wo die Verblichenen ruhen, findet oftmals auch die gestresste Städterseele einige Momente des Friedens und der Ruhe. Friedhöfe ersetzen manchem Anwohner wohl auch die manchmal fehlenden Parks und laden zu Spaziergängen ein, wie ich mehr als einmal beobachten konnte. 

Liebe Leser, erinnern Sie sich an meine kleine Reihe von Besuchen auf Berliner Friedhöfen ? Vor einiger Zeit empfahl ich diese als geruhsame Stadtspaziergänge im Großstadtgedrängel. Zur Erinnerung hier noch einmal der erste Teil. Die anderen Teile sind unten auf dem ersten Artikel verlinkt.

Vor nicht allzu langer Zeit fiel mir nun ein kleines Büchlein in die Hände, welches sich ebenfalls mit den vermeintlich schönsten der „Berliner Friedhöfe“ befasst. In knappen Kapiteln wird die Anlage und die Geschichte der „Gottesacker“ dargestellt und auf die prominentesten Grabstätten verwiesen. Dieser Hinweis war beim Besuch der „Friedhöfe vor dem Halleschen Tor“ auch notwendig, da sich hier die vielleicht bekanntesten Verblichenen beinahe schon „verstecken“ zwischen auffälligeren Grabmalen, deren Besitzer erst einmal weniger bekannt zu sein scheinen.

Und so machte ich mich an einem frischen Sonnentag im Winter auf, diese Anlage einmal aufzusuchen. Natürlich nicht ohne die obligatorische Kamera, das besagte Büchlein und etwas Zeit und Lust, einen Spaziergang jenseits des Straßenlärms von Kreuzberg zu machen. Eigentlich handelt es sich ja um 6 unterschiedliche Friedhöfe, die aber im Laufe der Zeit so weit „zusammengewachsen“ sind, dass wir sie trotz der ein oder anderen noch vorhandenen Grenzmauer mal als Einheit behandeln wollen.

Etwa ab 1735 genehmigte der damalige, preußische König Friedrich-Wilhelm mehreren Kirchgemeinden seiner Residenzstadt Berlin die Anlage neuer Begräbnisstätten jenseits der damaligen „Akzisemauer“, die etwa auf der Höhe des Halleschen Tores verlief. Diese, oftmals auch „zweite“ Berliner Mauer (nach der mittelalterlichen Stadtmauer) genannte Grenze sollte sowohl mögliche Deserteure der Berliner Garnison an der Flucht hindern, als auch die Steuer für durchlaufende Waren an ihren Toren einziehbar machen. Die sog. „Akzise“ halt.

Im Laufe der Zeit mussten die Flächen für Begräbnisse erweitert werden, andere Gemeinden schlossen sich an und das Ensemble, welches wir heute kennen, entstand. Die Stadt erweiterte sich und schloss im 19. Jahrhundert die Begräbnisstätten ein. Heute hören wir selbst an einem ruhigen Wintertag eigentlich permanent den Straßenlärm angrenzender Hauptstraßen. Wenn auch gedämpft und damit muss man schon zufrieden sein.

Allen, die sich ein wenig auskennen, muss ich eine kleine Enttäuschung bereiten: nein, das Grab des Komponisten Felix Mendelssohn – Bartholdy habe ich nicht gefunden. Immerhin ein schöner Aufhänger, um hier im Frühjahr oder Sommer noch einmal vorbeizuschauen !
Da ich vom Mehringdamm aus die Anlage betrat, lenkte ich meine Schritte zunächst zum Grabstein des Schriftstellers und Dirigenten ETA Hoffmann. Dieser Künstler, der lange Zeit in unmittelbarer Nähe des Gendarmenmarktes in der Berliner Friedrichstadt wohnte, ist für seine merkwürdig „somnambulen“ Märchengeschichten bekannt, wie etwas „Klein Zaches, genannt Zinnober“. Als Staatsbeamter war er außerdem für seine bissige Kritik am postnapoleonischen Zensurwesen in Preußen bekannt. Den „Amadeus“ schenkte er sich übrigens selbst. Eigentlich war sein dritter Vorname „Wilhelm“ wie uns sein auffällig unauffälliger Grabstein bedeutet.

Die Anlage war relativ menschenleer, aber dennoch begegneten mir vereinzelte Familien, die sich hier ebenso wie ich einen Spaziergang gönnten. Ob diese verstorbene Verwandte besuchten oder nur etwas frische Luft schnappten, fragte ich sie natürlich nicht. Wir dürfen nicht vergessen: auf einigen der Friedhöfe vor dem Halleschen Tore fanden noch bis vor wenigen Jahren Beisetzungen statt.

Das unauffälligste der „Prominentengräber“ ist vielleicht die Doppelgrabstätte von Rahel und Karl-August Varnhagen von Ense. Offen gestanden wäre ich fast daran vorbeigeschlendert, ohne einen Blick darauf zu werfen. Mein kleines Büchlein hielt mich aber rechtzeitig davon ab.
Auf die Bedeutung der Berliner Salons und der hinter ihnen stehenden Salonniéren gehe ich ja auf meinen Stadtspaziergängen in der Friedrichstadt ein, vielleicht begleiten Sie mich einmal dabei ? Rahel Varnhagens Bedeutung als Soziale Katalysatorin der Aufklärung in Berlin habe ich schon vor einiger Zeit in einem Kurzporträt hier im Blog gewürdigt. Lesen Sie es einfach nach, wenn Sie mögen. 🙂

Und so stieß ich im Vorbeischlendern später auch noch auf den Lehrer Carl-Friedrich Schinkels, den Schöpfer des modernen Postwesens in Deutschland, den Erfinder einer Kur gegen grünen Star und eine Hinweistafel  für den Architekten von Schloss Sanssouci. Ein „Eldorado“ für Stadtspaziergänger und sonstige Flaneure, die mit den Namen „Gilly“, „von Stephan“, „von Graefe“ oder „Knobelsdorff“ etwas anfangen können. Und es liegt so verkehrsgünstig ! Der Ausgang des U-Bahnhofes „Mehringdamm“ liegt in unmittelbarer Nähe des Einganges zur Anlage. Aber NICHT NUR deshalb empfehle ich allen, die gelegentlich etwas Ruhe schöpfen wollen, einen Besuch auf den „Friedhöfen vor dem Halleschen Tor“.

Ihr

Clemens Kurz

Quelle:

  • Ingolf Wernicke, „Berliner Friedhöfe“ in der Serie „Berlin kompakt“, Jaron Verlag 2017