„Kaiserzeiten“ – mit Volldampf in den Untergang

„Permatouren“ sind kleine, bewährte Stadtspaziergänge in Berlin oder Brandenburg, die ich (fast) das ganze Jahr über anbiete. Kleine Ausflüge zu Themen oder in besondere Kieze dieser Stadt.  

Die „Kaiserjahre“ Deutschlands von 1871 – 1918 kommen in der Geschichtsschreibung zumeist nicht gut weg. „Einengender Feudalismus“, „Kadavergehorsam“, „Unterdrückung der Arbeiter“ und „Obrigkeitsdenken“ vermiesten unseren Vorfahren vermeintlich das Leben. Kunstprodukte von Heinrich Manns „Untertan“-Roman bis zu Michael Harnekes „Weißem Band“-Film wollen uns das unmissverständlich ins Hirn brennen.

DSCI0021Wer würde diese Dinge also bestreiten wollen? Ich sicher nicht, aber vielleicht, nur VIELLEICHT ist das eben nur ein Teil der Wahrheit, nur EINE Seite der Medaille. Denn das „Kleindeutschland“, welches sich im nationalen Überschwang 1871 zusammenfand, war auch „frohgemut“, weitgehend angstfrei und ungeheuer kreativ und erfindungsreich. „Weltgeltung“ war damals nicht nur Ziel, sondern Realität. Die Erfindung der elektrischen Eisenbahn, das Entdecken des Tuberkels und die Malerei Liebermanns oder Mentzels mögen als beliebige Beispiele dafür herhalten, dass in der Kaiserzeit kreative Geister in vielen Bereichen Bedeutendes leisteten.

Spiegelt sich das auch in der Architektur der Zeit wider ? Wie stellte sich das wilhelminische Deutschland in seiner Hauptstadt selbst dar? Diesen Fragen kann man auf einer unterhaltsamen Fahrt mit den „Öffentlichen“ durch die Mitte Berlins nachgehen. Ein einziger Fahrschein ermöglicht es uns, den Monumenten einer untergegangenen Epoche „auf den Zahl zu fühlen“.

Vielleicht habe ich Ihnen damit jetzt die Anregung für einen Ausflug geben können. Wenn ich Ihnen dabei zur Seite stehen und ein paar Anekdoten erzählen soll, melden Sie sich doch bei mir und wir vereinbaren einen Termin.

Gruß, Ihr

Clemens Kurz

informativ, interessant, unterhaltsam

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